dl-abenteuer2

In Salem angekommen werden Carl und Frank erstmal von einem riesigen Schwarzen angehalten und nach Dimitri gefragt. Der Mann stellt sich als Madongo vor und ist in der Begleitung eines Chinesen, den Frank kennt und auch freudig begrüßt. Da Dimitri tot ist, hat Madongo seinen Auftrag verloren, doch braucht er erst eine Bestätigung, dass Dimitri tot ist. Während das Gespräch fällt Frank auf, dass Madango einen Colt an seiner Seite trägt, die die Initialen J.D. enthalten. Sofort ist die Neugier von Frank geweckt und er möchte mit Madongo im Saloon in Ruhe reden. Zuerst wird der Leichenbestatter aufgesucht und es wird ein dekadentes Grab (Ein Grabstein in Form eines Buches mit einem Colt darauf) in Auftrag gegeben. Beerdigung soll gleich am nächsten Tag erfolgen.

Im Saloon wird Vodka für die Beerdigung bestellt und man sucht sich einen Tisch aus, der etwas abseits gelegen ist. Leider ist dieser besetzt, doch Madongo kann die angeheiterten Cowboys mit seiner Körperkraft und seinem Wahnsinnigem Geschwafel von Babajoscha vertreiben. In ruhe können sich die beiden Parteien ihre Geschichte erzählen.

Madongo wuchs auf einer Baumwollplantage im Süden auf. Er war damals ein einfacher Sklave. Kräftig, doch etwas dümmlich. Als der Besitzer (ein netter alter Mann) starb, verkauften seine Söhne die Plantage an einige Männer, die auf der Farm dunkle unheilige Rituale™ veranstalteten. Sie brachten alle Sklaven in den Keller und töteten sie nacheinander. Als eine ältere Sklavin, der man Hexerei nachsagte getötet wurde, fuhr anscheinend ihre Seele in Madongo und dieser tötete alle Männer in einem wilden Blutrausch. Einer der Männer konnte fliehen und schoss mit seinem silbernen Colt Madongo den kleinen Finger von einer Hand. Auf der Flucht verlor der Mann seinen Colt, den Madongo nun besitzt und auf der Suche nach dem Besitzer ist – einem Mann namens J.D.. Seit dem Babajoscha nun in Madongo “haust” kann dieser mittels seltsamer Rituale, Götzen und Püpchen die Geister um Hilfe rufen. Madongo spricht seitdem in der dritten Person und hat öfters Streitgespräche mit Babajoscha, was die Leute etwas verunsichert oder gar abschreckt.

Madongo wird seitdem vorfall auf der Plante im Süden unter dem Namen “blutiger Neuner” gesucht und verdient sein Unterhalt als Kopfgeldjäger. Er wurde von einem Mann mit russischem Akzent angeheuert Dimitri lebendig zu fangen. Nach einiger Recherche fand der Mai, die ihm helfen konnte Dimitri und seine Kameraden zu identifizieren. Durch einige Nachforschungen (unter anderem bei Bronson&Bronson) wusste Madongo, dass die Gruppe nach Salem wollte und wartete seitdem hier auf sie.

Frank kann Madongo sagen, dass dieser J.D. hier in der Region sein muss und er auch auf der Jagd nach diesem Kerl ist. Man tut sich zusammen. Aber erst wollen Carl und Frank zu den Klickitats.

Am nächsten Tag beerdigt man Dimitri und trinkt auf sein wohl den Vodka. Danach macht man sich auf zu den Klickitats. Mit der Hilfe einiger Trapper und Fallensteller erhält man die ungefähre Richtung. Im Wald bemerkt die Gruppe, dass sie beobachtet wird. Als Frank nachschaut, entdeckt er nur einige Wolfsspuren. Man trifft auf einen Indianer und zum Glück kann Madongo mittels Babajoscha und den Geistern mit der Zunge der Indianer sprechen. Der Indianer erklärt sich bereit, die Gruppe zum Dorf zu bringen. Man gelangt so ein kleines Tal, in dem sich das Dorf gut versteckt zwischen Bäumen befindet. Die Gruppe wird zum Häuptling vorgelassen und man unterhält sich mit ihm. Er erzählt der Gruppe über Walks-alone-at-dawn, wenn auch ungern. Der Schamane wurde aus unbekannten Gründen aus dem Dorf verbannt und lebt nun an einem Bergsee einige Meilen entfernt. Am nächsten Morgen möchte man aufbrechen. Währenddessen verteilt/tauscht Mai einige Decken an die Indianer.

Einer unsere Spieler erzählte uns, dass man das anscheinend früher öfters getan hat – Decken an Indianer verteilen. Allerdings Pocken verseuchte Decken. Das war natürlich nicht die Absicht der Spielerin. Sie wollte etwas zum Handeln mit den Indianer haben, um so eventuell leichter ins Gespräch zu kommen.

Man reitet am nächsten Morgen los, wieder mit dem Gefühl beobachtet zu werden. Zu allem Übel wird das Wetter auch immer schlechter und es bricht ein Schneesturm los. Die Helden beschließen in einer Höhle unterschlupf zu suchen. Man entdeckt, dass die Höhle weitergeht, allerdings kann nur eine kleine Gestalt sich durchzwängen. Mai erkundet also die Höhle und kommt in eine größere Höhle, die wohl einen Eingang auf der anderen Seite des Berges hat. Dort trifft sie auf einige Dorfbewohner, die sich mit ihrem Wagen ebenfalls vor dem Schneesturm verstecken. Mai versucht die Dorfbewohner zu beruhigen, verängstigt die Gruppe aber eher (Sinngemäß sagte sie etwas wie: “Verhaltet euch ruhig und wir töten euch nicht.”). Als sie zurückkommt um Decken gegen Proviant zu tauschen sind die Dorfbewohner weg.

Man harrt einige Tage aus, doch der Schneesturm hört nicht auf aber dafür wird der Proviant immer weniger. Man einigt sich darauf, doch durch den Schneesturm zu gehen und sich zum Schamanen durchzuschlagen. Es ist gefährlich, sieht man doch kaum die eigene Hand vor Augen, vom Vordermann ganz zu schweigen. Doch schließlich erreicht die Gruppe den See und kann einen Unterstand und ein Lagerfeuer erkennen. Als man darauf zu reitet, bricht ein Monster aus dem Wald hervor. Es wird gekämpft, vorallem Madongo kann mit seinem auf der Winchester befestigten Axt (Regeltechnisch ein Bajonett) ordentlich im Kampf punkten. Als das Vieh besiegt ist kann man endlich den Schamanen aufsuchen.

Dieser begrüßt die Posse freudig und teilt sich mit ihnen sein Abendessen und das wärmende Feuer. Er erzählt vom Krieg der Sasquatch (Big Foots) und dem bösen Kreaturen (Wendigos, Wolflinge usw.). Aber er erkennt auch, das sich die Sasquatches verändert haben. Waren Sie früher die Freunde der Menschen und allen voran der Indiander, haben sie sich von den Menschen abgewandt und gelten selbst als äußerst brutal und menschenverachtend.

Am nächsten Tag will der Schamane zu seinem Dorf zurück. Der Angriff der Kreatur hat seine schlimmsten Befürchtungen geweckt und er will seinen Leuten (und der Frau des Häuptlings vor allem) beistehen, da er mit einem Angriff der Wölflinge rechnet. Man kehrt nun um strahlenden schein der Wintersonne ins Dorf zurück. Nur mittels Verhandlungen zwischen der Gruppe und dem Häuptling kann der Schamane zum Dorf zurückkehren und von der Gefahr berichten. Man bereitet eine Verteidigung vor.

Als die Sonne langsam hinter den Bergen versinkt, beginnt der Angriff. Da die Bäume recht nahe ans Dorf heranreichen, hat die Gruppe eine Runde bevor die Wölflinge im Nahkampf sind. Der Kampf ist hart, die Gruppe muss ordentlich einstecken. Nur die Heilmagie von Madongo kann die Gruppe am Leben halten. Doch die letzte Welle der Wölflinge begegnet die Gruppe auf dem Dach des Langhauses um so noch eine Runde Fernkampf herausschlagen zu können. Um ein Haar stirbt Frank, doch Madongo, Carl und Walks-alone-at-dawn können zusammen die Wunden versorgen. Die Gruppe ist allgemein sehr zerkratzt, da es für die Helden (und Spieler, es war schon sehr spät) ein harter Kampf war. Aber man hat das Dorf retten können.

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Das Rossmanische Reich Brotos